Autohersteller

Karmann Ghia feiert 60. Geburtstag

Ghia Karmann mit 20-jähriger Erfolgsstory

Ghia Karmann mit 20-jähriger Erfolgsstory

In den Fünfziger Jahren versuchte Volkswagen, sich in einem höheren Segment zu positionieren und damit eine Alternative zum Käfer anzubieten. So entwickelte man im Jahr 1953 den Karmann Ghia, der in Osnabrück gebaut wurde und zwei Jahre später in Serie ging.

Käfer für Fortgeschrittene

Daraus entwickelte sich tatsächlich eine kleine Erfolgsgeschichte, denn im Zeitraum von 1955 bis 1974 wurden vom Ghia 450 000 Modelle gebaut, als Basis diente der VW Käfer. Die Idee zu dem besonderen Fahrzeug kam von Wilhelm Karmann, der die Carozzeria Ghia in Turin mit der Umsetzung seiner Vision betraute. Diese konnten bereits auf eine jahrelange Zusammenarbeit mit Volkswagen zurückblicken, da sie gemeinsam den Käfer Cabriolet entwickelten. Man kannte und vertraute sich also, so dass es kein Wunder war, dass sich Wilhelm Karmann mit dem fertigen Modell direkt an den damaligen VW-Chef Heinrich Nordhof wandte. Der Prototyp überzeugte Nordhof, so dass er eine Serienproduktion in Auftrag gab. An einigen Stellen wie Karosserie und Innenausstattung mussten Details geändert werden, ansonsten hielt man sich bei der Serienfertigung an das Käfer-Vorbild – dies wahrte man dann auch in den kommenden Jahren und Weiterentwicklungen.

Erfolg als Cabriolet

Nachdem man zunächst ein geschlossenes Coupé auf den Markt brachte, startete im Jahr 1957 endlich das, was sich Entwickler Wilhelm Karmann immer wünschte, nicht etwa, dass man auf Diesel umsteigen würde, sondern: die Cabriolet-Version. Nach seiner ersten Präsentation in Wolfsburg, die für große Begeisterung sorgte, verkaufte man vom offenen Modell bis 1974 80 881 Einheiten, ein toller Wert.

Zu bewundern ist das erste Coupé-Modell, dass noch keinen Motor in sich trägt, nur noch selten. Als Bestandteil einer nicht öffentlichen VW-Sammlung in Osnabrück müssen sich die Fans des ersten Ghia Karmann bis zu besonderen Anlässen gedulden. Solch einer wird die 5. Schloss Bensberg Classics sein, die vom 6. bis 8. September stattfindet. Dort kann man den Klassiker außerhalb des Osnabrücker Werkes bestaunen.

© Martina Berg – Fotolia.com

Diskussion

Bisher keine Kommenatre.

Poste ein Kommentar